Kürzlich wurde ich gebeten zu posten/teilen, dass Burnout, Depressionen und Panikattacken etc. daraus resultieren, dass derjenige zu lange versucht habe, stark zu sein.

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Das greift meines Erachtens zu kurz.

Nach unserer Überzeugung und Erfahrung ist es  n i c h t  falsch zu versuchen, stark zu sein. Es liegt in unserer Natur, dass wir stark sein wollen. Oder zumindest resilient. Resilienz etabliert sich derzeit in der öffentlichen Wahrnehmung als Schlüsselfähigkeit der Alltagsbewältigung.

Es ist auch wichtig, dass Menschen, die von Burnout oder anderen psychischen Belastungen betroffen sind versuchen wieder zu Stärke zu finden. Nicht dieser legitime Wunsch ist das Problem, sondern die mangelnde Fähigkeit der Selbsteinschätzung. Wer zu lange über seine Belastungsgrenzen geht – und das vielleicht noch nicht einmal erkennt – der ist gefährdet.

Auf drei Dinge kommt es also an:

  • Die eigene Wahrnehmungs- und Einschätzungsfähigkeit (weiter-)entwickeln
  • Den Mut aufbringen, sich selbst etwas einzugestehen (z.B. Überforderung, Überlastung)
  • Konsequenzen ziehen (z.B. Hilfe suchen, Informationen sammeln, sich vernetzen etc.)